Stottern vermeiden: Wo und wie kann das erlernt werden?

Stottern ist oftmals erblich. Durch Training kann der Sprachfehler aber behoben werden. Professionelle Hilfe und die richtige Motivation können dabei unterstützen, mit dem Stottern positiv umzugehen oder es zu vermeiden.

Wer stottert, hat diesen Sprechfehler in die Wiege gelegt bekommen, denn das Stottern wird vererbt. Dennoch ist es möglich, etwas daran zu ändern. Man muss das Stottern also nicht als unumgängliches Schicksal begreifen, sondern kann aktiv etwas dagegen tun. Es gibt einige Therapieformen, die den Menschen helfen, zu einer angenehmen Sprechweise zu finden.

Dabei ist es wichtig, erst einmal in Ruhe zu üben. Denn in Stresssituationen funktionieren die Tricks und Tipps häufig nicht. Um nicht zu schnell frustriert zu sein, ist es hilfreich, sich nicht mit zu hohen Erwartungen in die Therapie zu stürzen. Denn eine anhaltende Veränderung braucht Zeit und Geduld. Dann werden sich auch die erwünschten Ergebnisse einstellen.

Ein Logopäde oder auch ein Psychologe kann helfen, Wege zu finden, mit dem Stottern umzugehen oder das Sprechen direkt zu verändern. In Selbsthilfegruppen kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen und Unterstützung erfahren. Man ist nicht der Einzige auf der Welt, der stottert, und kann so etwas Abstand von der Sprechstörung finden. Es werden auch Intensivkurse angeboten, um in kurzer Zeit das Stottern zu überwinden. Welche Lösung jeder für sich bevorzugt, kann individuell entschieden werden. Hat man eine gute Motivation und eine funktionierende Technik an der Hand, sollte das Erlernen des stotterfreien Sprechens nicht länger dauern als das Erlernen einer neuen Sportart.

Wer an seiner Sprachstörung arbeitet, wird bewusst oder unbewusst vieles mitverändern: seine Atemtechnik, seine Gefühlswelt und sein Denken. Denn die Haltung, die jemand gegenüber dem Stottern hegt, ist von großer Bedeutung. Hat man gelernt, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, kann dies ebenso helfen, die Buchstaben gekonnt auszusprechen. Dabei können auch Entspannungsübungen helfen. Was beim Einzelnen letztlich wirkt, muss in der Praxis ausgetestet werden. Nur so kann man die richtige Methode zu finden, mit dem Stottern umzugehen oder es zu vermeiden. Hat man es letztlich geschafft, benötigt das Sprechen weniger Anstrengung.