Eiskunstläufer, Eisschnellläufer und Eishockeyspieler laufen auf Schlittschuhen, die sich stark voneinander unterscheiden. Die Anforderungen der einzelnen Sportler gelten hierbei nicht nur der Optik.
Eissportarten erfreuen sich bereits seit vielen Jahrzehnten großer Beliebtheit bei den Zuschauern und sind fester Bestandteil von Wettbewerben, wie beispielsweise den Olympischen Winterspielen. Bei Interesse an den einzelnen Sportarten fällt dem Zuschauer sicherlich auf, dass sich jeder Schlittschuh von den anderen Modellen unterscheidet. Die Unterscheidungsmerkmale sind hierbei nicht nur optischer Natur, vielmehr gibt es auch große Unterschiede im Aufbau.
Ein Schlittschuh, der für das Eiskunstlaufen oder auch Eistanzen geeignet ist, gleicht im groben Aufbau den Modellen, die man als Laie erwerben oder auch ausleihen kann. Die Schuhe liegen in der Regel sehr eng an, um festen Halt und Sicherheit zu gewähren, und können bis zu den Waden fest geschnürt werden. Die Kufen haben mittlere Längen und weisen als besonderes Merkmal einen Zackenrand an der Vorderseite auf. Diese Zacken dienen nur indirekt dem Bremsen. Vielmehr werden sie von Profis genutzt, um Sprünge oder spezielle Schritte ausführen zu können. Eishockeyschuhe sind zunächst deutlich robuster. Sie bestehen aus Kunststoffen, um den Spielern möglichst hohen Schutz zu gewähren. Zudem sind keine Zacken vorhanden, da Eishockeyspieler keine Sprünge ausführen müssen und die Zacken somit eventuell sogar stören könnten. Schlittschuhe für Eisschnellläufer weisen diese Zacken ebenfalls nicht auf. Vom Material her ähneln sie allerdings den Eiskunstlaufschuhen. Den größten Unterschied stellen wohl die deutlich längeren Kufen dar. Die größere Länge hilft, eine höhere Geschwindigkeit erzielen zu können. Moderne Eisschnelllaufschuhe verfügen über die so genannte Klapp-Technik. Beim Abheben der Verse bleibt die Kufe in vollem Kontakt mit der Eisfläche und wird erst von dieser gelöst, wenn der Fuß angehoben wird.
Neben diesen grundsätzlichen Details kann man jeden Schlittschuh auf weitere Weisen anpassen. So hat jeder Sportler andere Vorlieben und andere technische Fähigkeiten. So kommt es, dass bereits die Kufenlängen der einzelnen Kategorie voneinander abweichen können. Möglicherweise fühlt sich der eine Eishockeyspieler auf ein wenig kürzeren Kufen sicherer als der andere. Vor allem für Eiskunstläufer und Eistänzer spielt natürlich auch die Optik eine große Rolle. In diesen Sportarten wird unter anderem auch viel Wert auf das Erscheinungsbild gelegt. Die Kostüme werden wohl überlegt ausgewählt und auch die Schuhe werden angepasst. Dies geschieht nicht nur in Bezug auf die Farbe, es können auch weitere Details, wie etwa Fransen oder Bänder, angebracht werden